LS11.3 Laserschweißen interaktiv

Aus Wikidental.de
Version vom 16. September 2026, 11:36 Uhr von Len (Diskussion | Beiträge) (Die Seite wurde neu angelegt: „<html> <head> <meta charset="UTF-8"> <meta name="viewport" content="width=device-width, initial-scale=1.0"> <title>Laserschweiß-Simulator — Zahntechnik</title> <link rel="icon" href="data:image/svg+xml,<svg xmlns='http://www.w3.org/2000/svg' viewBox='0 0 100 100'><text y='.9em' font-size='90'>⚡</text></svg>"> <link rel="preconnect" href="https://fonts.googleapis.com"> <link rel="preconnect" href="https://fonts.gstatic.com" crossorigin> <link href="ht…“)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Laserschweiß-Simulator — Zahntechnik

Dein Auftrag: Verbinde die beiden zahntechnischen Werkstücke (Dicke 3 mm) entlang der Stoßfuge mit sauberen, dicht überlappenden Schweißpunkten. Achtung: Die Startwerte am Gerät sind absichtlich verstellt — der erste Punkt wird nichts. Finde heraus, warum!
DENTALASER ZT-3000
Simulation  LASER
Bedienpanel
+3,0 mm
−4 mm0 = auf der Oberfläche+4 mm
1,80 mm
0,2 mmFleckgröße des Impulses2,0 mm
5,0 ms
0,5 ms| = Keyhole-Grenze (75 %)15 ms
250 V
160 V| = Keyhole-Grenze (75 %)400 V
Vorschau — erwarteter Punkt
Ø
Tiefe
Draufsicht — Seite A (oben)

Sichtbar sind nur die Punkte der aktuell oben liegenden Seite · Nummern = Schussreihenfolge.

Schnitt A–A — quer zur Stoßfuge

Vereinfachung: Alle Schweißpunkte werden in die Schnittebene A–A projiziert.

Wissen & Lernhinweise

Beim Laserschweißen entscheiden vier Parameter gemeinsam über Größe und Tiefe des Schweißpunkts. Hier steht, was jeder einzelne bewirkt.

So funktioniert der Simulator

  1. Stelle die vier Parameter am Bedienpanel ein — die Vorschau zeigt sofort, wie groß und tief der nächste Punkt würde.
  2. Ziele mit dem Fadenkreuz in der Draufsicht auf die Stoßfuge. Ein Klick (oder Tippen) löst den Laserimpuls aus.
  3. Prüfe das Ergebnis in Draufsicht, Schnitt A–A und in der Bewertung (Ampel).
  4. Verbessere die Parameter und setze den nächsten Punkt — so lange, bis die Fuge dicht verschweißt ist.
  5. 3 mm Blech schaffst du selten von einer Seite: Mit „Blech wenden“ drehst du das Werkstück um und schweißt die Gegenlage — im Schnitt siehst du, ob sich die Keile in der Blechmitte überlappen.
  6. Die Auswertung zeigt dir zum Schluss alle Parameter, die prozentuale Überlappung der Punkte und wie genau du die Fuge getroffen hast.

Fokuslage f

Nur im Fokus erreicht der Strahl seine höchste Leistungsdichte. Liegt der Fokus über (+) oder unter (−) der Werkstückoberfläche, verteilt sich die Energie: Der Fleck wird größer und unschärfer, die Einschweißtiefe sinkt deutlich.

Merke: Fokus auf die Oberfläche (0 mm) = schmalster und tiefster Punkt. Bewusstes Defokussieren nutzt man nur zum Glätten.

Strahldurchmesser d₀

Die Impulsenergie verteilt sich auf die Fläche des Laserflecks. Doppelter Durchmesser bedeutet nur noch ein Viertel der Energiedichte — der Punkt wird breit und flach. Ein kleiner Durchmesser bündelt die Energie: schmal und tief.

Merke: Energiedichte = Energie ÷ Fläche. Die Fläche wächst mit dem Quadrat des Durchmessers.

Impulsdauer t

Sie bestimmt, wie lange die Energie einwirkt. Längere Impulse schmelzen mehr Werkstoff auf, bringen aber auch mehr Wärme ins Werkstück — die Wärmeeinflusszone wächst, filigrane Gerüste können sich verziehen.

Achtung: Über 75 % (ab 11,25 ms) droht ein Keyhole.

Spannung U

Die Spannung lädt die Kondensatoren der Blitzlampe. Die Impulsenergie wächst etwa quadratisch mit der Spannung — schon kleine Änderungen wirken deshalb stark auf die Einschweißtiefe.

Achtung: Über 75 % (ab 300 V) droht ein Keyhole.

Das Keyhole

Wird die Intensität zu hoch — Spannung oder Impulsdauer über 75 % —, verdampft Metall im Zentrum des Punkts. Es entsteht eine Dampfkapillare, das Keyhole: von oben ein dunkles Loch, im Schnitt ein Trichter oben am Schweißpunkt.

Folgen: Poren, Krater, Spritzer. In der Zahntechnik fast immer unerwünscht — Werte unter der 75-%-Marke halten!

Dichte Naht an der Stoßfuge

  • Punkt für Punkt entlang der Fuge arbeiten — jeder Punkt muss die Fuge vollständig überdecken.
  • Jeder neue Punkt überlappt den vorherigen um 60–80 % und schmilzt ihn teilweise wieder auf: So entsteht eine dichte Naht.
  • Bei 3 mm Dicke: erst Seite A schweißen, dann das Blech wenden und die Gegenlage von Seite B setzen — Lage und Gegenlage müssen sich in der Blechmitte überlappen.
  • Praxis: NEM-Legierungen und Titan werden unter Argon-Schutzgas geschweißt. Wenig Wärmeeintrag = wenig Verzug an Klammern, Gerüsten und Brücken.
Übungsseite für den Berufsschulunterricht Zahntechnik · läuft vollständig offline im Browser · keine Datenspeicherung, keine Datenübertragung