LS1.2 Harze für den stereolithografischen 3D-Druck

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Harze für den 3D-Druck

Der Grundwerkstoff für das stereolithografische 3D-Drucken ist auch wieder unser bekanntes Methylmethacrylat. Es liegt als Oligomer oder Prepolymer vor. Das bedeutet, es ist zähflüssiger als Monomer, aber immer noch gut fließfähig. Es besteht aus kurzen Ketten von Monomeren, ist also sozusagen vorpolymerisiert. Dieser Werkstoff gehört definitionsgemäß zu den Kunstharzen und da ganz genau gesagt zu den Reaktionsharzen.


Diese Hinweise gibt z.B. der Hersteller harzspezialisten.de für seine Harze für den 3D-Druck zum Arbeitsschutz:

(Mehr dazu lernst du später im Bereich "Arbeits- und Gesundheitschutz")

Gefahrenhinweise

  • H315 Verursacht Hautreizungen
  • H317 Kann allergiesche Hautreaktionen verursachen.
  • H319 Verursacht schwere Augenreizungen.

Sicherheitshinweise

  • P261 Einatmen von Staub/Rauch/Gas/Nebel/Dampf/Aerosol vermeiden.
  • P280 Schutzhandschuhe/Schutzkleidung/Augenschutz/Gesichtsschutz tragen.
  • P302+P352 BEI BERÜHRUNG MIT DER HAUT: Mit viel Wasser waschen.
  • P333+P313 Bei Hautreizungen oder -ausschlag: Ärztlichen Rat einholen /ärztliche Hilfe hinzuziehen.
  • P362+P364 Kontaminierte Kleidung ausziehen und vor erneutem Tragen waschen.
  • P501 Entsorgung gemäß den behördlichen Vorschriften.

Reinigung und Nachpolymerisation

Gesäubert werden Deine Werkstücke nach dem stereolithografischen 3D-Druck mit Isopropylalkohol (C3H8O). Dieser löst das restliche unpolymerisierte Harz vom Werkstück. Normalerweise werden die Werkstücke in zwei Bäder mit Isopropylalkohol nacheinander gelegt. Du musst sie nach dem 3D-Druck dort hineinlegen und auch wieder herausholen. Auch hier lohnt sich der Blick auf die Gefahrenhinweise zum Isopropylalkohol.

Gerätereinigung und Entsorgung

Reinigung und Entsorgung von Harzen für den 3D-Druck